Disclaimer  

Allgemeines

Ich habe mich bewußt für die Rassen entschieden, die vom MFD BD e.V. (Meerschweinchenfreunde Deutschland e.V.) anerkannt sind und schon seit vielen Jahren oder Jahrzehnten erfolgreich und unter strengen Bewertungskriterien gezüchtet werden.

Lediglich die CH-Teddys und Angoras habe ich mit hineingenommen, da sich auch diese Rassen (noch nicht anerkannt) bei Vielen großer Beliebtheit erfreuen.

Ich werde auch weiterhin an dieser Liste arbeiten um gegebenenfalls Änderungen oder Neuerungen zu berücksichtigen.  

Kurzhaarrassen

Kurzhaarrassen gibt es in zwei Haarstrukturen.

1. Glatthhaar mit und ohne Wirbel
2. Kraushaar ohne Wirbel




Kurzhaar-Glatthaar

Das Glatthaar-Meerschweinchen ist die älteste und mit dem Rosetten-Meerschweinchen bekannteste Rasse dieser Nagetiere.
Sein kurzes, glattes Fell sollte sich weich anfühlen und natürlich glänzen. Hier die bekanntesten Farben: schwarz, goldagouti, black-tan, gold rote Augen, creme, weiß rote/blaue Augen, schwarz-rot-weiß und auch Sonderfarben.


Glatthaar, creme, Züchter Andreas Reinert, Zucht "Von Henrichenburg".  
   
Die Crested-Meerschweinchen unterscheiden sich von dem Glatthaar durch eine Krone (Wirbel) auf dem Oberkopf. Diese hat einen zentralen Mittelpunkt zwischen Ohren und Augen und sollte möglichst groß und rund sein.
Man unterscheidet hier in English Crested und American Crested. Während die Krone des English Crested die gleiche Farbe wie das übrige Fell hat, ist die des American Crested immer füllig weiß. Hauptfarbe sind bei den English Crested schwarz, rot und weiß, und Scheckentiere, bei den Am. Crested schwarz mit weißer Krone und rot mit weißer Krone.

Am. Crestesd, schwarz , English crested, goldagouti, schwarz-weiß  
   
Rosetten-Meerschweinchen tragen mindestens acht gleichmäßig verteilte, zu Rosetten geformte Haarwirbel. Sie sind groß und rund und haben einen geschlossenen Mittelpunkt.
Die Kämme, die sich durch die gegenüberstehenden Rosetten bilden, sollten aufrecht vom Körper abstehen. Das Haar ist eher harsch und fest. Hauptfarben sind hier Schwarz-, Rot- und Buntschimmel, Brindle, schwarz-rot-weiß, seltener schwarze und rote Tiere. Als Schecken oder in creme und weiß werden recht selten oder noch keine Rosetten gezüchtet.

Rosette, schwarz-rot-weiß, Doris Nellesen, Zuchtstätte von der "Meerchenwiese"  

Kurzhaar-Kraushaar

Das Rex-Meerschweinchen ist eine englische Mutation, die im Jahre 1909 entdeckt wurde.
Es handelt sich um Glatthaartiere, deren Haarstruktur durch das Kraushaargen rx, Struktur und Elastizität bekommt. Alle Haare sollen senkrecht vom Körper abstehen und eine Länge von min. 2,5 cm haben. Die Haare sind Harsch und fest brauchen aber bis zu 18 Monaten, um ihre völlige Haarpracht zu entwickeln. Aus dieser Variante stammen die beliebten Langhaarrassen Texel, Alpaka und Merino.

Rex, schwarz-buff-weiß, Patchy-Paul, Halter: P. Gripentrog  
   
Das Teddy-Meerschweinchen ist ebenfalls eine Mutation mit gekräuselten Haar, welches mit dem Rexfaktor jedoch nichts gemein hat. Es handelt sich um eine genetisch andere Rasse.
US-Teddy-Meerschweinchen weist ein kürzeres, max. 2,0 cm, harsches und abstehendes Haar auf. Seit vielen Jahrzehnten koninuierlich gezüchtet gibt es hier eine Vielzahl von Farben.

US-Teddy, schoko-gold-weiß, Züchter Andreas Beil, Zucht "Andis Saustall"
 
   
CH-Teddy-Meerschweinchen kommen mit etwas längerem, 4,0 cm bis 6,0 cm festen umd harschem Fell vor. Das rührt daher, dass zur Verbesserung der Fellstruktur sowohl Peruaner- als auch mit Rosetten-Meerschweinchen gekreuzt wurden. Das Fell steht senkrecht auf der Haut und ist sehr federelastisch. Sie sind noch in keinem Bundesdeutschen Zuchtverband annerkannt, da es noch keinen gültigen Standard gibt.

Ch-Teddy, schwarz-weiß, Züchter Dieter Schmidt "Von den Stollwiesenmeeris"Fotodisign: Ulrike Schanz  

Langhaarrassen

Langhaarrassen gibt es in zwei Haarstrukturen.

1. Glatthhaar mit und ohne Wirbel
2. Kraushaar mit und ohne Wirbel

Wichtig beim Kauf eines solchen Tieres ist zu bedenken, das die Haarpracht der Tiere immer wächst und sie eine dauernde und intensive Fellpflege benötigen.
Glatthaarrassen kann man vorsichtig bürsten und Kämmen.
Kraushaarrassen sollte man nicht kämmen oder bürsten, da sonst die Locken zerkemmt werden. Hier muß man vorsichtig Heu und Strohreste mit den Fingern entfernen, ebenso Verfilzungen im Haar lösen.

Langhaar glatthaarige

Das Sheltie ist ein Meerschweinchen ohne Wirbel. Das lange seidige Haar soll gleichmäßig von vorn nach hinten wachsen. Die Behaarung ist im Kopfbereich kurz. Die Hauptfarben sind hier schwarz-weiß, rot-weiß, gelegentlich schwarz-rot-weiß und auch cremefarbene und creme-weiße Tiere sind gelegentich zu finden.



Sheltie schwarz-weiß
von Claudia Kittel, Zucht
" Vom Ententeich "
Fotodisign:
Ulrike Schanz  
   
Das Coronet-Meerschweinchen bestitz einen Wirbel direkt auf dem Kopf. Ansonsten zeigt es keine Wirbel. Sein langes Haar ist seidig-weich, und fällt manchmal im Rücken mit einem Scheitel. Gezüchtete Farben sind hier vorzugsweise schwarz-weiß und rot-weiß, auch weiße Tiere mit roten oder blauen Augen sind relativ häufig. Goldagouti-weiße Tiere sieht man noch recht selten, ebenfalls andersfarbige Vertreter dieser Rasse.


Coronet goldagouti-weiß
von Claudia Kittel, Zucht
" Vom Ententeich "
Fotodisign:
Ulrike Schanz  
   
Das Peruaner-Meerschweinchen besitzt zwei Rosetten oberhalb der Hinterhand, Backenbärte und einen mittigen Kopfwirbel, der dazu führt, das der Pony ins Gesicht fällt. Das Haar soll fest und sehr dicht sein und das einzelne Haar ist wesentlich dicker als bei den anderen zwei Rassen.
Gezüchtet werden haupsächlich die Farben schwarz, schwarz-weiß, rot-weiß und weiß. Gelegentlich findet man auch Zuchten die schwarz-rot-weiße und vereinzelt Züchter, die Tiere in Sonderfarben züchten.

Peruaner schwarz-weiß
von Claudia Kittel, Zucht
" Vom Ententeich "
Fotodisign:
Ulrike Schanz  
   
Angoras, eine Langhaarvariante mit vielen Wirbeln, entsprechen einer Rosette mit langen Haaren. Da es sich genetisch um keine eigene deffinierte Rasse handelt, bezeichnet man sie als Mischlinge. Es sind aber optisch sehr attrakive Tiere und werden in fast allen Farbschlägen angeboten. Sie werden von den verschiedensten Rassezuchtverbänden auch noch nicht als eigenständige Rasse anerkannt .....

Angora, marder-weiß, Bild: Manuela Hoffmann  

Langhaar kraushaarige

Das Texel-Meerschweinchen weist ein dichtes, lockiges und federelastisches Haar ohne jeglichen Wirbel auf. Am Kopf sind die Haare kurz, sollen dann aber an Schulter und Rumpf sofort lang und lockig werden. Je besser die Lockung, umso schöner das Tier. Gelegentlich scheitelt sich das Haar auf dem Rücken. Texel werden in recht vielen Farben gezüchtet.



Texel rot, von Claudia Kittel, Zucht
" Vom Ententeich "
Fotodisign:
Ulrike Schanz  
   
Ein Merino besitzt eine Krone (Wirbel) oberhalb der Stirn zwischen Augen und Ohren. Die Kopfbehaarung ist kurz, erst an den Ohren und den Backen soll das Fell länger werden und sich sofort locken. Das Haar fühlt sich dicht und seidig an und fällt gelegentlich im Rücken in einem Scheitel zu Boden. Je intensiver und dichter die Locken, umso hübscher das Tier.  
   
Alpaka-Meerschweinchen besitzen zwei Wirbel. Diese sitzen wie beim Peruaner über der Hüfte an der Hinterhand. Die Haare erwecken den Eindruck, als wenn sie von hinten nach vorne wachsen. Auch hier gilt, je dichter und üppiger die Lockenpracht, umso hübscher das Tier. Alpakas werden wie Texel und Peruaner in vielen verschieden Farben gezüchtet. Eine ausführliche und sehr schön bebilderte Infoseite finden sie => HIER klick  noch kein Bild 
   
Lunkarya sind eine ganz neue Rasse und kamen circa 2oo6 aus Schweden hier nach Deutschland. Mittlerweile in weiß p.e. und seit 2oo9 in weiß d.e. im MDF BD e.V. anerkannt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen, wie gewissenhaft und seriös diese neue Rasse weitergezüchtet wird. Das Haar ist lang und zeigt eine deutliche wellige Struktur, und ist von fester harscher Beschaffenheit. Außerdem zeigt das Tier zwei Hüftwirbel wie ein Peruaner.

Lunkarya sable-weiß
von Sabine Hut, Zucht "von der Hobbitfarm"
Foto: (c) Sabine Hut  

Satin Meerschweinchen

Beim Satin-Meerschweinchen ist der Haarschaft durch den Satinfaktor hohl und jedes einzelne Haar dünner. So reflektiert es auf völlig andere Weise das Licht: Die Farben erscheinen dunkler und intensiver, ein brillianter Glanz entsteht.

Diesr Farbfaktor kann bei allen Meerschweinchenrassen oder auch Mischlingen vorkommen. Seit einigen Jahren besteht jedoch der Verdacht, das mit diesem Erbfaktor auch eine Knochenerkrankung die sogenannte Osteodystrophie verbunden ist, bei der sich die knöchernen Strukturen eines Tieres, durch den Entzug von Calzium im Knochen, auflösen. In der Regel wird mit einer Lebenserwartung von nur 2 Jahren gerechnet. Diese Krankheit ist unheilbar und endet immer mit dem Tod eines Tieres.

Im MFD werden daher diese Farbvarianten nur recht selten gezüchtet, bzw sind seit einigen Jahren sehr rückläufig.

 

Schimmel und Dalmatiner

Der Schimmel- und Damatiner Farbfaktor: verebt sich immer dominant. Er ist bei allen Meerschweinchen möglich, egal ob Rassetier oder Mischling. Bei Verpaarungen von Schimmel X Schimmel oder Damatiner X Dalmatiner oder Schimmel X Dalmatiner werden immer tote und missgebildetet Jungtiere geboren.

Man darf auf gar keinen Fall Tiere, deren Herkunft man nicht kennt und deren Farberscheinungsbild darauf hinweist ein Schimmel oder Dalmatiner zu sein mit Weißschecken oder Nachkommen von Weißschecken kreuzen. Auch Weißschecken könnten Dalatiner oder Schimmel sein, man sieht es ihnen aber nicht unbedingt an.

Die Schimmel- bzw. Dalmatiner-Zucht darf nur sehr verantwortungsbewust geführt werden und gehört in die Hände von erfahrenen Spezialisten.