Petra Gripentrog Ebersberg Bayern
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Info über Farben

INFO : Agouti-Zeichnung

Agouti-Meerschweinchen sind farblich vergleichbar mit ihren Vorfahren, den Wildmeerschweinchen. Das Haar des Agoutis spaltet sich in drei Haartypen, welche in der Grafik (li.) dargestellt sind. Durch die gleichmäßige Verteilung dieser Haartypen entsteht das "Ticking". Nur der Bauchstreifen ist bei Agoutis frei davon und hat eine einheitliche Unterfarbe. Für Solidagoutis trifft dies im Prinzip auch zu, ihr Ticking ist aber meist noch feiner und dunkler und sie zeigen keinen Bauchstreifen, sondern auch dort die typische Tickingzeichnung.
Auch bei Agoutis wird besonderes Augenmerk auf die Farbverteilung gelegt.
Allgemein gilt:
Das Ticking soll so gleichmäßig wie möglich auf einem Tier verteilt sein, es soll keine Brille um die Augen zeigen, sehr feines und dunkles Ticking an den Füßen ist erwünscht und ein schmaler, scharf abgegrenzter Bauchstreifen.
Agoutis zeigen Ihre Zeichnung nur bei Tieren aus der Schwarz (E)- oder Schildpatt(ep)-Reihe.
Bei Tieren aus der Rotreihe (ee) ist das Ticking nicht sichtbar. Der ee-Faktor überdeckt den eigentlich dominanten A-Faktor.
Man spricht hier von EPISTASIE.
Merke: Alle Tiere aus der Roten Farbreihe (ee) können Agoutis sein.

AGOUTIS DER SCHWARZREIHE

GOLDGOUTI
Farbformel: AA BB CC EE PP SS rnrn

Das Goldgouti ist eine sog. Vollfarbe. Im Idealfall sind alle Farbgenallele Dominant und reinerbig vorhanden. Durch das Agouti-Gen A wird das einfarbig schwarze Haar in Streifen unterteilt, so dass die Unterfarbe C => Vollfarbe rot - sichtbar wird. Das Ticking soll gleichmäßig sein. Die Augen sind dunkel und das Hautpigment ist schwarz.

Bild: (c) Petra Gripentrog "Roman v.d. Vilsquelle"

GRAUAGOUTI
Farbformel: AA BB cdcd EE PP SS rnrn

Das Grauagouti ist eine Farbverdünnung des Farbsättigungsfaktor C. Es hat cdcd und daher eine eine bufffarbene Deckfarbe mit gleichmäßig schwarzem Ticking. Die Augen sind dunkel und das Hautpigment ist schwarz.

Bild: (c) Gabi Demming, www.vom-norfbach.de

LEMMONAGOUTI
Farbformel: AA BB cd cr oder cdca EE PP SS rnrn

Das Lemmonagouti ist eine Farbverdünnung des Farbsättigungsfaktor C. Es hat cdcr oder cdca und daher eine cremefarbene Deckfarbe mit gleichmäßig schwarzem Ticking. Die Augen sind dunkel und das Hautpigment ist schwarz.

Bild: (c) www.freewebs.com/redlandstud/

SILBERAGOUTI
Farbformel: AA BB crcr EE PP SS rnrn

Das Silbergouti ist eine Farbverdünnung des Farbsättigungsfaktor C. Es hat crcr (Chincillafaktor) und daher eine silberne (nicht weiß!) Deckfarbe mit gleichmäßig schwarzem Ticking. Die Augen schimmern bei Lichteinfall Dunkelrot, zeigen also sogenannte Feueraugen (f.e.). Das Hautpigment ist schwarz.

Bild: (c) www.freewebs.com/redlandstud/

SALMAGOUTI
Farbformel: AA BB CC EE pp SS rnrn

Das Salmgouti ist eigentlich ein Goldagouti mit Rotaugenfarbfaktor pp.
Durch diesen Faktor wird das schwarze Ticking zu lilac ausgebleicht und die rote Grundfarbe leicht aufgehellt.
Diese Tiere haben immer leuchtend rote Augen (pink eyes). Die Hautpigmente sind ebenfalls dadurch aufgehellt und rosa-gräulich ausgebleicht.

AGOUTIS DER BRAUN-REIHE

ORANGEAGOUTI
Farbformel: AA bb CC EE PP SS rnrn + GV

bb = Hautpigmentfarbfaktor. Ist dieser als bb vorhanden, bleicht er das Schwarz in braun und das rot in orange. Er ist ein rezessiver Faktor und nur ein reinerbiges Tier zeigt diese Farbe, Das Orangeagouti zeigt eine orangerote Deckfarbe mit gleichmäßig schokofarbenen Ticking. Die Augen zeigen einen leicht rötlichen Schimmer, zeigen also Feueraugen (f.e.), das dunkle Hautpigment fehlt und zeigt lediglich eine braune, fleischfarbene Farbe.

(Bild: www.solling-rms.de)

CREMEAGOUTI
Farbformel: AA bb cd(cr;ca) EE PP SS rnrn

Das Cremeagouti ist eine Farbverdünnung des Farbsättigungsfaktor C. Es hat cdcr oder cdca und daher eine eine cremefarbene Deckfarbe mit gleichmäßig braunem Ticking. Die Augen zeigen einen dunklen roten Schimmer (Feueraugen f.e.) und das Hautpigment ist braun.

(Bild:www.elke-loesch.de)

CINNAMONAGOUTI
Farbformel: AA bb crcr EE PP SS rnrn

Das Cinnamonagouti ist die Schokofariante (bb) des Silbergoutis. Es ist eine Farbverdünnung des Farbsättigungsfaktor C. Es hat crcr (Chincillafaktor) und daher eine silberne (nicht weiß!) Deckfarbe mit gleichmäßig braunem (zimtfarbenen) Ticking. Die Augen schimmern bei Lichteinfall Dunkelrot, zeigen also sogenannte Feueraugen (f.e.). Das Hautpigment ist hellbraun.

(Bild: www.elke-loesch.de)

INFO : Einfarbige

Einfarbige Meerschweinchen der schwarzen Farbreihe werden über den Grundfarbenfaktor: genannt groß E, zugeordnet. Er bestimmt, das die Grundfarbe eines Tiere einheitlich SCHWARZ ist.
Einfarbige Meerschweinchen der roten Farbreihe werden über den Grundfarbenfaktor: genannt klein e, zugeordnet. Er bestimmt, das die Grundfarbe eines Tiere einheitlich ROT (wie z.B. einem Irish-Setter) ist.
Alle einfarbigen Tiere sollen keine Aufhellungen im Unterfell aufweisen. Die Farbe soll einheitlich sein, d. h. es sind keine Flecken oder Schattierungen erwünscht. Da die jeweiligen Farben auch im Pigment, je nach Farbe, (an den Augenliedern, an den Ohren oder an den Fußsohlen erkennbar) Unterschiede haben, sollte man ebenfalls auch darauf achten.

FARBEN der SCHWARZREIHE

INFO : Neue Farben sind möglich

Die hier vorgestellten Farben und Erscheinungsformen, sind auf der Farbreinzucht des MFD BD e.V. und dem zugrunde liegenden Standard für die jeweilige Farbe begründet. Sicherlich gibt es noch weit mehr Farben und Farbschläge, diese sind aber zur Zeit noch nicht in den gültigen Standard aufgenommen. Durch züchterisches Geschick ist es jedoch jederzeit möglich, neue Farben und/ oder Farbschläge bei der jährlichen Jahreshauptausstellung in Frankfurt a. Main durch ein geschultes Richterteam anerkennen zulassen. Jeder Züchter, der vier Tiere gleicher Farbe/Scheckung und Rasse in beiden Geschlechtern vorstellt und min. ein GUT als Bewertung für jedes Tier erhält, kann eine Anerkennung im Standard erreichen. Um Tiere mit schönen, tiefen und klaren Farben zu züchten, gelten die hier vorgestellten Farbformeln als Ideal.

SCHWARZ
Farbformel: aa BB CC EE PP SS rnrn

Der Agoutifaktor ist hier rezessiv, also aa. So kann die einheitlich schwarze Grundfarbe der Tiere gezeigt werden. Die Farbe der schwarzen Meerschweinchen ist intensiv und glänzend. Im Idealfall zeigt das Haar einen bläulichen Schimmer.
Im Pigment sind sie ebenfalls schwarz und ihre Augen sind dunkel.
(Bild: Sura of Sunny Garden)

SCHOKO
Farbformel: aa bb CC EE PP SS rnrn

durch den Verdünnungsfaktor b => Hautpigment wir aus einem schwarzen Tier ein schoko farbenes. die Fell-Farbe soll dunkelbraun sein, vergleichbar mit Zartbitterschokolade. Schoko-Meerschweinchen haben Feueraugen (f.e.) (dunkel Augen mit einem dunklen roten schimmer) und braunes Hautpigment.

Rex/ schoko/ Sandra Kuhn/ Zucht "Vom Silbermond"

BEIGE
Farbformel: aa bb CC EE pp SS rnrn

Beige zeigt einen hellen Braunton ohne Grauschleier als Deckfarbe, vergleichbar mit Milchkaffee. Diese Tiere haben immer rote Augen (p.e. => pink eyes) und die Haut ist unpigmentiert, also eher Fleischfarben.

Bild: (c) P.Gripentrog, Rex, beige-weiß, "Snoopy v.d. Vilsquelle

SLATE BLUE
Farbformel: aa BB CC EE prpr SS rnrn

Slate blue zeigt ein Stahlgrau ohne Braun-, Rosa- oder Schwarzschleier als Deckfarbe. Durch den Augenfarbfaktor P, der bei Slate Blue prpr ist, wird diese Farbe erreicht. Die Farbe soll gleichmäßig und nicht fleckig erscheinen. Diese Tiere haben dunklrot schimmerde Rubinaugen und sollen die dunklen Hautpigmente zeigen.
Nie sollte man lilac und slate blue Tiere miteinander verpaaren.
(c) Slate Blue Rex von Sabines Rassemeerschweinchen

LILAC
Farbformel: aa BB CC EE pp SS rnrn

Lilac hat ein mittleres Taubengrau ohne Braun- oder Schwarzschleier als Deckfarbe. Hier ist der Augenfarbfaktor P in seiner rezessifsten Verdünnung, nämlich p doppelt vorhanden (pp). Dieser Farbverdünner ist so stark, dass ein schwarzes Tier zu LILAC aufhellt und die Augenfarbe von dunkel nach leuchtend rot gefärbt wird. Die Farbe soll gleichmäßig und nicht fleckig erscheinen. Diese Tiere haben immer rote Augen (p.e) und zeigen, obwohl sie BB tragen sollen, nur wenig bis gar keine dunkle Hautpigmentation.
Nie sollte man lilac und slate blue Tiere miteinander verpaaren.

ZEICHNUNGSTIERE

Die hier entstehenden Zeichnungen der Tiere basieren im wesentlichen auf der Veränderung des Agoutifaktors A in at, ar, der Farbverdünnung des Fells C in cd, cr, ca und der Haut B in b und den des Ronanfaktors, rn. Durch Veränderung dieser Faktoren, entstehen die typischen Zeichnungsbilder Tan und Fox , Himalaya und Dalmatiner/ Schimmel.

BLACK TAN
Farbformel: atat BB CC EE PP SS rnrn

ist eine Vollfarbe. Diese Zeichnung wird durch den rezessiven Unterfaktor at des Agoutifaktors A bestimmt. Die Tiere haben eine einheitliche Grundfarbe, hier schwarz, und zeigen in den Abzeichen die jeweilige zweite Grundfarbe, in diesem Fall Rot.

Glatthaar, black tan, (c) Petra Gemeinhardt, Zucht "Moppel vom Isarstrand"

FOX
Farbformel: atat BB crcr EE PP SS rnrn

Fox ist eine Verdünnungsfarbe. Die Vollfarbe Rot CC wird hier durch den Verdünnungsfaktor cr (Chinchillafaktor) ersetzt. Die Abzeichen dieser Tiere sind bei schwarzer Hauptfarbe dann silber (weiß).

Glatthaar satin Fox/ Herbert Jannsen/ Zucht "Vom Friesendeich"

HIMALAYA SCHWARZ
Farbformel: aa BB caca EE PP SS rnrn

Die Farbsättigung CC wird durch die Verdünnungsfarbe caca ersetzt. Die Tiere zeigen lediglich an den Füßen, den Ohren und der Nase die schwarze Fellfarbe und schwarze Hautpigmente an den Füßchen und Ohren & Nase, sind sonst aber im Idealfall weiß ohne Grauschleier und haben immer rote Augen. (* wird durch caca verursacht, nicht durch den Augenfarbfaktor pp)

Glatthaar/ Himalaya schwarz/ Sanda Kuhn/ Zucht "Vom Silbermond"

HIMALAYA SCHOKO
Farbformel: aa bb caca EE PP SS rnrn

Die Farbsättigung CC wird durch die Verdünnungsfarbe caca ersetzt. Die schwarze Voll-Farbe B wird durch bb zu schoko und sie zeigen keine Hautpigmente. Die Tiere zeigen lediglich an den Füßen, den Ohren und der Nase die schokofarbenen Abzeichen im Fell, die Fußsohlen, Ohren und Nase sind leberfarben. Sie sind sonst aber im Idealfall weiß ohne Grauschleier und haben immer rote Augen. (p.e.) * s.o.

Rex, Himalaya schoko, Sanda Kuhn, Zucht "Vom Silbermond"

WICHTIG
Bitte keine Dalmatiner und Schimmel mit weißen oder mit farbigen Tieren mit Weißscheckunsfaktor verpaaren.
*bei Verdopplung des Rn-Gens durch Verpaarungen Schimmel X Schimmel oder Dalmatiner X Dalmatiner oder Schimmel X Dalmatiner werden immer tote und missgebildete Babies geboren!
Wichtige Informationen zum Thema SCHIMMEL- und DALMATINERZUCHT bietet der MFD BD e.V. kostenlos als Merkblätter auf seiner Internetseite an.

DALMATINER & SCHIMMEL => SCHWARZ
Farbformel: aa BB CC EE PP SS Rnrn

Diese Farbvariante eines Schwarzen Meerschweinchens hängt einzig von einem Allel ab. Dem sogenannten Ronanfakor. Wenn er dominant, also als Rn vorliegt, wird aus einem Schwarzen Tier ein Schimmel oder Dalmatiner, je nachdem, wie gleichmäßig sich dieses Zeichnungsmuster ausbreitet. Es darf immer nur in einfacher Form eines Alleles vorliegen, denn es ist lethal*. Es bewirkt, das die schwarzen Haare ausbleichen und weiß werden. Der Kopf und die Füßchen zeigen die schwarze Haarfärbung, über den Körper breitet sich die restliche typische Zeichnung. Die Augenfarbe ist ein tiefes Rubinrot (f.e). Nur durch Selektion über viele Generationen ist es möglich, ein gleichmäßiges Farbbild sowohl für die Dalmatiner als auch für die Schimmelzeichnung zu erreichen. Man verpaart immer Schimmel/Dalmatiner X einfarbig Schwarz.

DALMATINER und SCHIMMEL SCHOKO
Farbformel: aa bb CC EE PP SS Rnrn


Diese Farbzeichnung eines schokofarbenen Meerschweinchens hängt einzig von einem Allel ab. Dem sogenannten Ronanfakor. Damit aus schwarz = schoko wird, braucht es die Hautfarbverdünnung von B => b. Wenn er dominant, also als Rn vorliegt, wird aus einem Schoko Tier ein Schimmel oder Dalmatiner, je nachdem, wie gleichmäßig sich dieses Zeichnungsmuster ausbreitet. Es darf immer nur in einfacher Form eines Alleles vorliegen, denn es ist lethal*. Es bewirkt, das die schokofarbenen Haare ausbleichen und weiß werden. Der Kopf und die Füßchen zeigen die schokofarbene Haarfärbung, über den Körper breitet sich die restliche typische Zeichnung. Die Augenfarbe ist ein tiefes Rubinrot (f.e). Nur durch Selektion über viele Generationen ist es möglich, ein gleichmäßiges Farbbild sowohl für die Dalmatiner als auch für die Schimmelzeichnung zu erreichen. Man verpaart immer Schimmel/Dalmatiner X einfarbig Schoko. Die Ohren, die Fußsohlen und die Nase zeigen eine leberfarbene Hautfärbung.


FARBEN DER ROT REIHE

ROT
Farbformel: ?? BB CC ee PP SS rnrn + GV

Hier bestimmt der Faktor E eine ganze Farb- und Zeichnungsreihe. Er teilt sich in E => dominant, einfarbig schwarz, ep => schwarze und rote Farbe auf einem Tier und e => nur rote Farbe auf einem Tier, auf. Die Farbe der roten Meerschweinchen ist intensiv und glänzend. Im Idealfall zeigt das Haar einen kastanienroten Schimmer.
Die Hautpigmente an Ohren, Nase und Füßchen sind schwarz und ihre Augen sind dunkel (d.e.).
Der sogenannte GV (Gelbverstärker) sorgt für eine leuchtende Farbe und kann den sogenannten Schwarzschleier, ein "rußigwerden" des Haarkleides, verhindern.

Bild: (c) P. Gripentrog, "Ronka v.d. Vilsquelle"

GOLD p.e.
Farbformel: ?? bb CC ee pp SS rnrn + GV

Die Tiere zeigen einen intensiven Gold-Orange-Ton. Die Farbe ist intensiv und glänzend. Sie zeigen rosa-bräunliche Hautpigmente (bb) und immer leuchtend rote Augen (pink eyes) durch den Augenfarbfaktor pp verursacht.
Der sogenannte GV (Gelbverstärker) sorgt für eine leuchtende Farbe und kann den sogenannten Schwarzschleier, ein "rußigwerden" des Haarkleides, verhindern.

BUFF
Farbformel: ?? bb cdcd ee PP SS rnrn

Die Farbsättigungsfaktor CC wird hier durch den Verdünnungsfaktor cdcd ersetzt. Die Tiere zeigen einen dunklen ockergelben Farbton. Die Farbe ist intensiv aber eher matt. Sie zeigen rosa/hautfarbene Hautpigmente und immer dunkle Feueraugen. (f.e.)
Der sogenannte GV (Gelbverstärker), der ein leuchten der Farbe verursacht, ist hier nicht erwünscht.

Bild: (c) P. Gripentrog, Rex buff, "Jule v.d. Vilsquelle"

SAFRAN
Farbformel: ?? bb cdcd ee pp SS rnrn + GV

Hier haben wir ein buff farbenes Tier mit roten Augen. Die Farbsättigungsfaktor CC wird auch hier durch den Verdünnungsfaktor cdcd ersetzt. Die Tiere zeigen einen intensiven ockergelben leuchtenden Farbton. Sie zeigen rosa Hautpigmente (bb) und immer durch den zusätzlichen Augenfarbfaktor pp zeigen sie rote (p.e.=> pink eyes) Augen.
Der sogenannte GV (Gelbverstärker) sorgt für eine leuchtende Farbe und kann den sogenannten Schwarzschleier, ein "rußigwerden" des Haarkleides, verhindern.

CREME
Farbformel: ?? bb (cdcr)(crca) ee PP SS rnrn

Die Farbe creme ist eine Herausforderung, denn das Farballel für creme ist ein Mix aus cd für buff und cr/ca für weiß. Tiere, die durch Zufall eine solche Farbe aufweisen zeigen oft eine weiße Unterfarbe mit cremefarbenen Ausläufern. Um eine gleichmäßige Haarfärbung zu erreichen braucht es gut durchdachte Zuchtstrategien. Außerdem haben die Verdünnungsfaktoren der Farbsättigung cr,ca einen erheblichen Einfluss auf die Weichheit des Cremetons. Ein cdcr Tier zeigt einen kalten Farbton, ein cdca Tier einen weichen. Außerdem spalten sich aus einem Wurf aus Cremetieren die Nachkommen statistisch gesehen in cdcd für buff, cd(cr/ca) creme und crcr/crca/caca weiße Tiere mit roten Augen. Die Farbsättigungsfaktor CC bei Cremefarbenen Tieren durch den Verdünnungsfaktor cd und cr oder ca ersetzt. Die Tiere sollen einen hellen im einzelnen Haar (Deck-, Bauch- und Unterfarbe) gleichmäßigen sandfarben Farbton aufweisen. Sie zeigen rosa Hautpigmente und immer dunkle Feueraugen.(f.e.) Ihre Farbe ist eher weich und warm als kalt.
Der sogenannte GV (Gelbverstärker) ist hier erwünscht.

Bild: (c) P. Gripentrog, GHrt, creme, "Betuel v.d. Vilsquelle"

WEIß
Farbformel: ?? bb crcr oder crca oder caca ee PP SS rnrn

Die Farbsättigungsfaktor CC wird hier durch den rezessivsten Verdünnungsfaktor cr und oder ca ersetzt. Die Tiere zeigen eine weiße Haarfarbe. Sie zeigen rosa Hautpigmente und dunkle blaue Augen (b.e.) bei crcr, Feueraugen ( f.e.) bei crca oder rote Augen (p.e.) bei caca.
Der sogenannte GV (Gelbverstärker) ist hier ohne Bedeutung.

Bild: P. Gripentrog, "Flocke v.d. Vildquelle" zeigt blaue Augen und eine leichte Hautpigmentation.

BRINDLE und SCHILDPATT

Hier hat man es mit Tieren aus der sogenannten ep-REIHE zu tun. Es handelt sich um Tiere, die in ihrer Grundfarbe schwarze und rote Farbfelder gleichermaßen auf einem Tier vereinen. Je nachdem, wie die Grundfarbe CC durch die verschiedenen Verdünnungsfaktoren der Hautfarbe BB/bb, der Farbsättigung CC/cdcd/cdcr oder ca/ crcr oder crca oder caca und dem Augenfarbfaktor PP/prpr/pp verändert sind, zeigen sich auch die unterschiedlichen Farbspiele auf einem Tier.
Von der Grundfarbe SCHILDPATT sprechen wir, wenn schwarze und rote, gleichmäßig verteilte und klar abgegrenzte Farbfelder auf einem Tier vorhanden sind. Von der Grundfarbe BRINDLE sprechen wir, wenn die schwarzen und roten Haare möglichst gleichmäßig über das gesamte Tier verteilt sind. Bei beiden liegt die gleiche Genstruktur zugrunde und nur durch phänotypische Selektion ist es gelungen das äußere Erscheinungsbild zu beeinflussen.

BRINDLE
Farbformel: aa BB CC epep PP SS rnrn

Brindle-Meerschweinchen sind in ihrer Grundfarbe schwarz und rot, weisen eine Fellzeichnung auf, in der jeweils beide (bei Schimmel drei, = Buntschimmel - durch den Rn Faktor werden die Haare ausgeblichen) Farben gleichmäßig am ganzen Körper vermischt sind. Ideal wäre die gleichmäßige Verteilung ohne Farbflecken.

Dario von der Vilsquelle, 1. Platz BESTES REX MFD

Dario von der Vilsquelle, 1. Platz BESTES REX MFD

SCHILDPATT + SCHILDPATT mit weiß
Farbformel: aa BB CC epep PP SS (ss) rnrn

Schildpatt-Meerschweinchen sind in ihrer Grundfarbe schwarz-rot. Die Zeichnung dieser Tiere hat eine gleichmäßige Verteilung mit scharf abgegrenzten und möglichst gleich großen Farbfeldern. Gewünscht wird eine schachbrettartige Verteilung der Farbfelder an gegenüberliegenden Seiten. Schildpatt ( SS ) und Schildpatt-weiße ( ss => Scheckungsfaktor) Tiere werden mittlerweile in allen Voll- und auch Verdünnungsfarben gezüchtet. In der Langhaarzucht erreicht man gute Farbergebnisse nur bei Verpaarungen von Vollfarbe mit Vollfarbe. Wenn Verdünnungsfarben angestrebt werden ist das egal. Auch bei Kurzhaartieren erreicht man beste Farbergebnisse nur durch die VP mit möglichst reinerbigen Vollfarbentieren ohne Verdünnungsfaktor. In der Langhaarzucht führt eine VP von Vollfarben mit Verdünnungsfarben zu sehr verwaschenen Farben, da die Pigmentierung auf die gesamte Haarlänge eines Tieres verteilt wird.